Mit der statistischen Prozesslenkung lässt sich die Prozessüberwachung in Echtzeit unterstützen und auffällige Veränderungen früh einordnen. Das macht SPC zu einem wichtigen Werkzeug im Qualitätsmanagement.
SPC ist ein Verfahren der statistischen Prozesskontrolle, mit dem laufende Prozesse auf Basis von Messwerten überwacht und auf Abweichungen hin ausgewertet werden.
Wofür wird SPC eingesetzt?
Die statistische Prozesskontrolle funktioniert, indem relevante Merkmale fortlaufend gemessen, die Daten ausgewertet und auffällige Entwicklungen im Prozess rechtzeitig erkannt werden.
Warum ist MSA für SPC wichtig?
SPC steht für Statistical Process Control (deutsch: Statistische Prozesskontrolle). Die Methode nutzt Daten zur laufenden Überwachung, um Prozesse stabil zu halten und Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Ziel ist es, Abweichungen und besondere Ursachen früh zu erkennen, damit Fehler, Ausschuss und instabile Ergebnisse gar nicht erst unbemerkt weiterlaufen.
Im Unterschied zur reinen Endkontrolle setzt SPC direkt im laufenden Ablauf an und erweitert das Qualitätsmanagement um eine laufende Prozesssicht. Relevante Messungen werden fortlaufend erfasst, ausgewertet und in Regelkarten beziehungsweise Qualitätsregelkarten sichtbar gemacht.
So entsteht eine datenbasierte Prozesslenkung und Prozesssteuerung, die hilft, die Prozessstabilität zu sichern, Korrekturmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten und die Verbesserung, Optimierung und Effizienz von Prozessen strategischer zu unterstützen.
Der renommierte Statistik-Experte Donald J. Wheeler bringt es auf den Punkt: „Man nutzt SPC nicht, um Daten zu sammeln, sondern um den Prozess zu verstehen.“
SPC hilft Unternehmen, Prozesse früher zu verstehen und zielgerichteter zu steuern. Damit unterstützt die Methode auch einen risikobasierten Ansatz im Umgang mit Abweichungen und Prozesssignalen und ergänzt Werkzeuge wie die FMEA-Methodik.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick:






SPC folgt einer klaren Logik und dem prozessorientierten Ansatz: Relevante Merkmale werden festgelegt, Messungen laufend erfasst, mit Qualitätsregelkarten ausgewertet und bei Abweichungen gezielt bearbeitet. Diese Vorgehensweise macht die statistische Prozesskontrolle im Alltag handhabbar.
Am Anfang steht die Frage, welche Merkmale im Prozess überhaupt überwacht werden sollen. Dafür müssen die relevanten Werte klar definiert sein, damit SPC später belastbare Ergebnisse liefern kann.
Dazu gehören zum Beispiel:
Die erfassten Daten werden anschließend in Regelkarten beziehungsweise Qualitätsregelkarten dargestellt. So lässt sich erkennen, ob ein Prozess stabil läuft oder ob sich auffällige Muster entwickeln.
Die grafische Darstellung macht Abweichungen schneller sichtbar und unterstützt eine zielgerichtete Prozesssteuerung, bevor aus kleinen Verschiebungen größere Qualitätsprobleme entstehen. In der Praxis ergänzt das häufig den Produktionslenkungsplan.
Eine statistische Prozesskontrolle funktioniert nur mit verlässlichen Messwerten. Deshalb wird vor dem Einsatz von SPC mit einer Messsystemanalyse (MSA) geprüft, ob das eingesetzte Messsystem für die jeweilige Messaufgabe überhaupt geeignet ist.
Die MSA zeigt in vorbereitenden Untersuchungen, ob Messmittel, Messmethode und Messumgebung im Rahmen der Prüfmittelüberwachung belastbare Ergebnisse liefern oder ob das Messsystem selbst zu starken Schwankungen führt.
An dieser Stelle ist entscheidend: Ein stabiler Prozess ist noch kein fähiger Prozess.
Ein Prozess kann also stabil laufen und trotzdem fehlerhafte Teile erzeugen, wenn seine Lage oder Streuung nicht zu den Toleranzen und definierten Qualitätszielen passt.
In der Praxis werden dafür Kennzahlen wie Cp und Cpk, also zentrale Qualitätskennzahlen, herangezogen. Sie helfen bei der Bewertung, ob ein Prozess lediglich beherrscht ist oder ob er die geforderte Qualität auch tatsächlich dauerhaft liefern kann.
In der Praxis entstehen viele Fehler bei SPC durch Eingriffe in einen eigentlich stabilen Prozess. Der häufigste und zugleich folgenschwerste Fehler ist die Übersteuerung bei zufälliger Streuung, auch als Tempering-Effekt bezeichnet.
Darauf kommt’s an:
Die statistische Prozesskontrolle soll zwischen normaler, zufälliger Schwankung und einem echten Prozesssignal unterscheiden. Erst wenn die Prozessregelung auffällige Muster oder eine Grenzverletzung zeigt, ist ein Eingriff sinnvoll.
Häufiger Fehler:
In vielen Unternehmen wird schon dann nachgeregelt, wenn ein einzelner Messwert leicht vom Idealmaß abweicht. Obwohl der Wert noch innerhalb der statistischen Grenzen liegt, wird die Maschine verstellt oder eine Korrektur ausgelöst.
Genau dadurch entsteht zusätzliche Unruhe: Die Streuung wächst, die Prozessleistung sinkt und im schlimmsten Fall steigen Ausschuss und das Risiko von Qualitätsproblemen.
So lösen Sie’s pragmatisch:
Greifen Sie erst dann ein, wenn die Regelkarte ein echtes Signal zeigt. Vor jeder Korrektur sollte eine kurze Ursachenermittlung stehen. So entsteht aus SPC auch ein systematisches Lernen für die spätere Verbesserung des Prozesses.
Das ist auch für ein wirksames Fehlermanagement entscheidend. Hilfreich ist ein vorab definierter Reaktionsplan, etwa in Form eines OCAP, damit klar ist, welche Maßnahme bei welcher Abweichung greift.
Im PPAP-Verfahren dient SPC als objektiver Nachweis der Prozessfähigkeit. Für Hersteller und Kunden ist das wichtig, weil die Nachweise zeigen sollen, dass der Prozess unter Serienbedingungen kontrolliert läuft und die geforderte Qualität dauerhaft erreicht werden kann. Das gilt in ähnlicher Form auch im PPF-Verfahren.
Im PPAP-Verfahren dient SPC als objektiver Nachweis der Prozessfähigkeit. Für Hersteller und Kunden ist das wichtig, weil die Nachweise zeigen sollen, dass der Prozess unter Serienbedingungen kontrolliert läuft und die geforderte Qualität dauerhaft erreicht werden kann. Das gilt in ähnlicher Form auch im PPF-Verfahren.
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Wir sind das Team hinter CSM Consulting

Carsten Scheidig
Geschäftsführer & Senior Consultant
Carsten Scheidig ist Gründer und Geschäftsführer der CSM Consulting. Er absolvierte sein Studium zum Diplom-Wirtschaftspädagogen und Master of Business Administration an Universitäten in München und Konstanz. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Berater, Auditor und Trainer für Managementsysteme. Als Lead Trainer der TÜV Süd Akademie führt Carsten Scheidig QM Fachkräfte- und Auditorenseminare durch. Er ist Lead Auditor für die BMW Group und akkreditierter Zertifizierungsauditor für 9001 und 14001.
#Ideengeber
#ZertifizierungNaUnd
„Zertifizierungen sind kein Hexenwerk. Ich spreche ISO – bin Normenmensch, aber kein Paragraphenreiter. Praxisorientiert, effizient und mit Leidenschaft für Beratung und Schulung. Familie, Freunde, Sport und mein Garten sorgen für den Ausgleich.“
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Sebastian Jürgel
Senior Consultant
Sebastian Jürgel absolvierte an der Universität der Bundeswehr sein Studium in Bildungsmanagement und Organisationsentwicklung und hat an der Allensbach Hochschule seinen MBA (GM) abgeschlossen. Er verfügt über langjährige Erfahrungen als Leiter für Qualitäts- und Umweltmanagement im Sondermaschinenbau und der Automobilzulieferindustrie sowie bei der Umsetzung von Zertifizierungen im internationalen Umfeld.
#problemlöser
#funktionierenmusses
„CSM ist nicht 9-to-5. CSM ist für den Kunden optimale Ergebnisse zu erzielen. Und nach der Arbeit? Geht es steil bergab, aber nur mit dem Bike auf dem nächsten Trail und mit ausreichend Airtime.“
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Nicole Scheidig
Senior Consultant
Nicole Scheidig ist Auditorin für Qualitätsmanagementsysteme, Food Safety und Datenschutzauditorin nach den Anforderungen der DSGVO. Durch ihre Arbeit als Trainerin und Beraterin für Implantologie und langjährige Führungskraft im medizinischen Bereich der Bundeswehr verfügt Sie über umfangreiche Erfahrung in der Medizinbranche.
„Qualität bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit klaren Prozessen nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Das macht mir Freude – dafür stehe ich.“
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Antje Grimmer
Senior Consultant
Antje Grimmer hat ihre akademischen Abschlüsse in Personalmanagement und Business Administration an verschiedenen Hochschulen erlangt. Ihr Schwerpunkt liegt im Aufbau und der Weiterentwicklung von Managementsystemen für Qualität, Energie und Nachhaltigkeit.
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„Ich liebe es, Struktur mit Empathie zu verbinden – so entstehen Lösungen, die wirklich zu unseren Kunden passen. Privat tanke ich Energie bei Familie, Freunden und Zumba.“
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Tobias Fischer
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Tobias Fischer verfügt als technisch versierter Qualitätsingenieur und FMEA-Experte über umfangreiche Erfahrungen in komplexen Entwicklungsprojekten im internationalen Bereich. Sein Schwerpunkt ist die Unterstützung bei der Anwendung der Automotive Core Tools sowie die Durchführung von Audits.
#ILoveFMEAandFriends
“Mit Dynamik, Verstand und Leidenschaft für Qualität entwickle ich praxisnahe und maßgeschneiderte Lösungen, die Organisationen nachhaltig erfolgreicher und effizienter machen.”
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