Prozessorientierter Ansatz

Prozessorientierter Ansatz: Definition, Vorteile und Umsetzung

Der prozessorientierte Ansatz richtet den Blick auf Abläufe statt auf einzelne Bereiche. So wird sichtbar, wie Prozesse zusammenhängen, wo Übergaben kritisch sind und wie sich Qualität im Unternehmen wirksam steuern lässt.

Prozessorientierter Ansatz – Auf einen Blick

Was ist der prozessorientierte Ansatz?

Der prozessorientierte Ansatz betrachtet ein Unternehmen aus Sicht seiner zusammenhängenden Abläufe und analysiert deren Zusammenspiel, Schnittstellen und Ergebnisse.

Welche Bedeutung hat der prozessorientierte Ansatz im Qualitätsmanagement?

Im Qualitätsmanagement schafft der prozessorientierte Ansatz Transparenz über Abläufe, erleichtert die Steuerung von Schnittstellen und macht aus einzelnen Regelungen ein zusammenhängendes System.

Welche Rolle spielt der prozessorientierte Ansatz in der ISO 9001?

Die ISO 9001 fordert, relevante Prozesse zu bestimmen, ihre Wechselwirkungen zu verstehen und sie so zu steuern, dass geplante Ergebnisse verlässlich erreicht werden.

Welche Vorteile bietet der prozessorientierte Ansatz?

 
Der prozessorientierte Ansatz verbessert die Transparenz über Abläufe, reduziert Reibungsverluste an Schnittstellen und unterstützt die Schaffung einer belastbaren Grundlage für Steuerung und Verbesserung.

Was ist der prozessorientierte Ansatz?

Der prozessorientierte Ansatz betrachtet ein Unternehmen aus Sicht seiner Abläufe und schafft damit eine Grundlage für Analyse, Steuerung und eine wirksame Managementstrategie. Entscheidend ist, wie einzelne Schritte ineinandergreifen, wo Ergebnisse entstehen und an welchen Stellen Übergaben sauber funktionieren müssen.

Im Qualitätsmanagement ist das mehr als eine Methode der bloßen Kontrolle. Der Ansatz hilft, Arbeit entlang der tatsächlichen Wertschöpfung im jeweiligen Kontext der Organisation zu verstehen. Ein Prozess läuft meist über mehrere Bereiche hinweg, bindet eine Vielzahl an Informationen, Ressourcen und Mitarbeitern ein und führt idealerweise zu einem Ergebnis mit erkennbarem Nutzen.

Die Rolle des prozessorientierten Ansatzes im Qualitätsmanagement

Im Qualitätsmanagement sorgt der prozessorientierte Ansatz für Ordnung. Er bringt Abläufe in einen Zusammenhang und macht aus einer Ansammlung einzelner Regelungen ein steuerbares System.

Seine Rolle zeigt sich vor allem an drei Punkten:

  • Prozesse werden im Zusammenhang sichtbar: Statt einzelne Tätigkeiten isoliert zu betrachten, rückt ihr Zusammenspiel in den Blick. Dadurch wird klarer, wie Ergebnisse tatsächlich entstehen.

 

  • Schnittstellen lassen sich besser steuern: Übergaben zwischen Bereichen, Informationen und Zuständigkeiten werden greifbarer. Gerade hier entstehen im Alltag viele Reibungsverluste.

 

  • Schwachstellen fallen früher auf: Prozesse können für sich genommen stabil wirken und im Zusammenspiel trotzdem Probleme verursachen. Der prozessorientierte Ansatz macht diese Brüche sichtbar und schafft eine gute Grundlage für eine GAP Analyse.

Prozessorientierter Ansatz nach ISO 9001

Nach ISO 9001 gehört der prozessorientierte Ansatz zu den Grundlagen eines wirksamen Qualitätsmanagementsystems und ist zugleich einer der 7 Grundsätze des Qualitätsmanagements nach ISO 9000. Die ISO 9001:2026 fordert, relevante Prozesse festzulegen, ihre Wechselwirkungen zu verstehen und sie so zu steuern, dass gewünschte Ergebnisse verlässlich erreicht werden.

Damit ist im Sinne der ISO-Norm mehr gemeint als eine bloße Darstellung von Abläufen. Prozesse sollen in ihrer Abfolge, mit ihren Eingaben, Ergebnissen, Verantwortlichkeiten und Steuerungskriterien nachvollziehbar beschrieben sein. Erst dann wird erkennbar, ob ein Prozess im Alltag tatsächlich wirksam funktioniert und wie er sich mit dem risikobasierten Ansatz verbinden lässt.

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Die Vorteile des prozessorientierten Ansatzes

Der prozessorientierte Ansatz schafft mehr Klarheit darüber, wie Abläufe im Unternehmen tatsächlich zusammenhängen. Gerade im Qualitätsmanagement ist das wertvoll, weil Schwachstellen häufig an Schnittstellen, bei Übergaben oder unklaren Zuständigkeiten entstehen.

Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Mehr Transparenz über Abläufe: Prozesse werden in ihrer Abfolge sichtbar. Dadurch lässt sich besser nachvollziehen, wie Tätigkeiten, Schnittstellen und Ergebnisse zusammenwirken.

  • Klarere Schnittstellen zwischen Bereichen: Übergaben zwischen Abteilungen oder Teams werden greifbarer. Das erleichtert die Zusammenarbeit und reduziert Reibungsverluste.

  • Bessere Steuerung von Prozessen: Wo Abläufe und Verantwortlichkeiten klar beschrieben sind, lässt sich die Prozessleistung gezielter überwachen und bewerten.

  • Stärkere Ausrichtung auf Ergebnisse und Bedürfnisse der Kunden: Der Blick richtet sich auf den gesamten Ablauf bis zum Ergebnis. Dadurch rücken Nutzen, Anforderungen und Kundenzufriedenheit stärker in den Vordergrund.

Wie der prozessorientierte Ansatz in der Praxis umgesetzt wird

Der prozessorientierte Ansatz kommt im Unternehmen meist schrittweise zum Einsatz. Entscheidend ist, dass Prozesse erkannt, in ihrem Zusammenhang verstanden und anschließend gezielt gesteuert werden.

So geht’s in der Praxis:

  1. Prozesse identifizieren: Zunächst wird durch die Identifikation relevanter Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse geklärt, welche Abläufe für das Unternehmen entscheidend sind.

  2. Wechselwirkungen zwischen Prozessen darstellen: Im nächsten Schritt werden Schnittstellen, Abhängigkeiten und Übergaben sichtbar gemacht. Gerade hier zeigt sich, wie eng Prozesse im Alltag miteinander verbunden sind.

  3. Verantwortlichkeiten festlegen: Für jeden Prozess sollte klar sein, wer ihn steuert, überwacht und bei Abweichungen eingreift. Eine zentrale Aufgabe für Qualitätsbeauftragte oder Qualitätsauditoren. So wird aus einer Beschreibung ein wirksam geführter Ablauf.

  4. Kennzahlen und Qualitätsziele definieren: Prozesse brauchen Kriterien, an denen ihre Leistung bewertet werden kann. Qualitätskennzahlen und Prozessziele helfen dabei, Wirksamkeit, Effizienz und Zielerreichung messbar zu machen.

  5. Prozesse überwachen und verbessern: Im laufenden Betrieb werden Abweichungen erkannt, Ursachen eingeordnet und Maßnahmen abgeleitet. So bleibt der prozessorientierte Ansatz mit der tatsächlichen Weiterentwicklung des Managementsystems verbunden und unterstützt einen fortlaufenden Zyklus der Verbesserung.

Typische Fehler bei der Umsetzung des prozessorientierten Ansatzes

Der prozessorientierte Ansatz schafft Klarheit, in der Praxis wird sein Potenzial aber oft nur teilweise genutzt. Dann bleibt Prozessorientierung eher ein organisatorisches Etikett als ein wirksamer Rahmen für Steuerung und Verbesserung. Diese beiden Fehler kommen am häufigsten vor:

Prozesse werden weiter aus Sicht einzelner Bereiche gedacht

Viele Unternehmen sprechen von Prozessen, arbeiten im Alltag aber weiter entlang ihrer gewohnten Bereichsgrenzen. Abläufe werden formal neu benannt, die Zusammenarbeit über Schnittstellen hinweg verändert sich dadurch kaum.

Darauf kommt es an:
Der prozessorientierte Ansatz entfaltet seinen Nutzen erst dann, wenn Prozesse als durchgängige Abläufe verstanden werden. Entscheidend ist, wie Tätigkeiten, Übergaben und Ergebnisse zusammenwirken.

Häufiger Fehler:
Prozesse orientieren sich weiterhin an bestehenden Strukturen. Dadurch bleibt der Blick auf das Gesamtergebnis zu eng und Reibungsverluste zwischen Bereichen werden kaum sichtbar.

So lösen Sie es pragmatisch:
Betrachten Sie Prozesse konsequent aus Sicht ihres Ablaufs. Fragen Sie, wo ein Prozess beginnt, welche Stellen beteiligt sind, wo Übergaben stattfinden und welches Ergebnis am Ende erreicht werden soll.

Verantwortlichkeiten und Kennzahlen bleiben zu unklar

Ein zweiter Fehler liegt in der fehlenden Steuerbarkeit. Prozesse sind beschrieben, im Alltag bleibt jedoch offen, wer sie tatsächlich führt und woran ihre Leistung gemessen wird.

Darauf kommt es an:
Für jeden Prozess sollte erkennbar sein, wer Verantwortung trägt, wie die Überwachung erfolgt und welche Ziele oder Kennzahlen zur Bewertung herangezogen werden. Erst dadurch wird aus einer Prozessbeschreibung ein steuerbarer Ablauf.

Häufiger Fehler:
Verantwortlichkeiten sind nur formal benannt oder Kennzahlen werden dort gewählt, wo Daten leicht verfügbar sind. Ob sie wirklich etwas über die Prozessleistung aussagen, bleibt offen.

So lösen Sie es pragmatisch:
Klären Sie Rollen so, dass sie im Alltag tragfähig sind, und wählen Sie Kennzahlen mit echtem Bezug zum Prozessziel. Gute Steuerung entsteht dort, wo Verantwortung, Überwachung und Ergebnis zusammenpassen.

Häufige Fragen und Antworten

Prozessorientierung im Qualitätsmanagement bedeutet, dass eine Organisation ihre Abläufe als zusammenhängendes System versteht und gezielt steuert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Aktivitäten, die gemeinsam zu stabilen Ergebnissen, wirksamer Kommunikation und klarerem Management führen.

Prozessorientiert bedeutet, Vorgänge als zusammenhängenden Ablauf mit erkennbarem Input und Output zu verstehen. Entscheidend ist, wie Tätigkeiten, Personen, Material, Informationen und Ressourcen im Zusammenhang stehen und zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen.

Ein typisches Beispiel in der Industrie ist die Bearbeitung eines Kundenauftrags vom ersten Kontakt über das Angebot bis zur Auslieferung. Prozessorientiertes Denken betrachtet die gesamte Abfolge aus Abstimmung, Übergaben und Umsetzung und richtet den Blick auf ein stimmiges Ergebnis für Kunden und Firma.

Die Ziele der Prozessorientierung liegen in mehr Transparenz, besserer Steuerung, Steigerung der Effektivität und höherer Wirksamkeit im Unternehmen. Sie schafft eine Grundlage dafür, Abläufe gezielter zu analysieren, Chancen zur Optimierung zu erkennen und den Erfolg von Produkten oder Dienstleistungen verlässlicher abzusichern.

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Inhalt

Wir sind das Team hinter
CSM Consulting

Porträt eines lächelnden Mannes im Anzug

Carsten Scheidig

Geschäftsführer  &  Senior Consultant

Carsten Scheidig ist Gründer und Geschäftsführer der CSM Consulting. 
Er absolvierte sein Studium zum Diplom-Wirtschaftspädagogen und Master of Business Administration an Universitäten in München und Konstanz. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Berater, Auditor und Trainer für Managementsysteme. Als Lead Trainer der TÜV Süd Akademie führt Carsten Scheidig QM Fachkräfte- und Auditorenseminare durch. Er ist Lead Auditor für die BMW Group und akkreditierter Zertifizierungsauditor für 9001 und 14001.

#Ideengeber
#ZertifizierungNaUnd 

„Zertifizierungen sind kein Hexenwerk. Ich spreche ISO – bin Normenmensch, aber kein Paragraphenreiter. Praxisorientiert, effizient und mit Leidenschaft für Beratung und Schulung. Familie, Freunde, Sport und mein Garten sorgen für den Ausgleich.“ 

Sebastian Jürgel

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Sebastian Jürgel, Senior Consultant bei CSM Consulting

Sebastian Jürgel

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Sebastian Jürgel absolvierte an der Universität der Bundeswehr sein Studium in Bildungsmanagement und Organisationsentwicklung und hat an der Allensbach Hochschule seinen MBA (GM) abgeschlossen. Er verfügt über langjährige Erfahrungen als Leiter für Qualitäts- und Umweltmanagement im Sondermaschinenbau und der Automobilzulieferindustrie sowie bei der Umsetzung von Zertifizierungen im internationalen Umfeld.

#problemlöser
#funktionierenmusses

„CSM ist nicht 9-to-5. CSM ist für den Kunden optimale Ergebnisse zu erzielen. Und nach der Arbeit? Geht es steil bergab, aber nur mit dem Bike auf dem nächsten Trail und mit ausreichend Airtime.“

Nicole Scheidig

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Porträt einer lächelnden Frau mit Ohrringen

Nicole Scheidig

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Nicole Scheidig ist Auditorin für Qualitätsmanagementsysteme, Food Safety und Datenschutzauditorin nach den Anforderungen der DSGVO. Durch ihre Arbeit als Trainerin und Beraterin für Implantologie und langjährige Führungskraft im medizinischen Bereich der Bundeswehr verfügt Sie über umfangreiche Erfahrung in der Medizinbranche.

„Qualität bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit klaren Prozessen nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Das macht mir Freude – dafür stehe ich.“

Antje Grimmer

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Antje Grimmer hat ihre akademischen Abschlüsse in Personalmanagement und Business Administration an verschiedenen Hochschulen erlangt. Ihr Schwerpunkt liegt im Aufbau und der Weiterentwicklung von Managementsystemen für Qualität, Energie und Nachhaltigkeit.

#StructureWithHeart

„Ich liebe es, Struktur mit Empathie zu verbinden – so entstehen Lösungen, die wirklich zu unseren Kunden passen. Privat tanke ich Energie bei Familie, Freunden und Zumba.“

Tobias Fischer

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Junger Mann in Anzug vor grauem Hintergrund

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Tobias Fischer verfügt als technisch versierter Qualitätsingenieur und FMEA-Experte über umfangreiche Erfahrungen in komplexen Entwicklungsprojekten im internationalen Bereich. Sein Schwerpunkt ist die Unterstützung bei der Anwendung der Automotive Core Tools sowie die Durchführung von Audits.

#ILoveFMEAandFriends

“Mit Dynamik, Verstand und Leidenschaft für Qualität entwickle ich praxisnahe und maßgeschneiderte Lösungen, die Organisationen nachhaltig erfolgreicher und effizienter machen.”

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Kapitel 1

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