Wie läuft die Risikobeurteilung nach ISO 12100 ab?
Welche Maßnahmen sieht die Norm zur Risikominderung vor?
Die aktuell veröffentlichte Ausgabe ist ISO 12100:2010. Ihre Überarbeitung befindet sich unter der Bezeichnung ISO/DIS 12100.3 noch im Entwurfsstadium (Stand: September 2026). Eine endgültige Ausgabe ISO 12100:2026 ist damit noch nicht veröffentlicht. Für die praktische Anwendung bleibt die veröffentlichte Norm maßgeblich.
Auslöser ist die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, die ab dem 20. Januar 2027 gilt und die bisherige Richtlinie ablöst. Für die spätere Listung im Amtsblatt und eine mögliche Übergangsfrist wird die harmonisierte Fassung entscheidend.
Der Grundgedanke der Risikominderung bleibt gleich. Auch die Terminologie rund um den Begriff Restrisiko wird wichtiger. Bei der Vorbereitung auf die Überarbeitung sind auch digitale Angriffspunkte zu berücksichtigen. Aussagen aus dem Entwurf sind bis zur Veröffentlichung der neuen Ausgabe als vorläufig einzuordnen.






Die ISO 12100 macht Maschinensicherheit planbar. Ihre allgemeinen Gestaltungsleitsätze helfen Konstrukteuren, Gefährdungen früh zu erkennen, Risiken sauber zu bewerten und passende Maßnahmen zur Risikominderung abzuleiten.
Damit wird aus Sicherheit ein nachvollziehbarer Entwicklungsprozess. Die Risikobeurteilung gehört in die Konzeptphase, weil viele Risiken dort noch ohne große Umbauten reduziert werden können. Eine spätere Korrektur kostet Zeit, Geld und oft auch Vertrauen in die technische Dokumentation.
Für Hersteller geht es vor allem darum, Mensch, Maschine und Umgebung gemeinsam zu betrachten. Eine Anlage kann im Normalbetrieb sicher wirken und bei Reinigung, Wartung oder Störungsbeseitigung plötzlich gefährlich werden. Deshalb fordert die ISO-Norm eine vollständige Betrachtung aller Lebensphasen.
Bleiben nach der Konstruktion relevante Risiken bestehen, folgen technische und ergänzende Schutzmaßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel feste Abdeckungen, Schutzzäune, Lichtschranken, Laserscanner, Verriegelungen oder gut erreichbare Not-Halt-Einrichtungen.
Auch sicherheitsbezogene Steuerungsfunktionen spielen hier eine zentrale Rolle, besonders bei automatisierten und vernetzten Maschinen. Wichtig ist die passende Auswahl. Eine Schutztür hilft wenig, wenn sie im Alltag ständig umgangen wird. Die EN ISO 12100 verlangt deshalb mehr als den Einbau einzelner Komponenten. Die Schutzmaßnahme muss zum Risiko, zur Verwendung und zum realen Betrieb der Maschine passen.
Benutzerinformation ist die letzte Stufe der Risikominderung. Sie macht verbleibende Restrisiken sichtbar, ersetzt aber keine konstruktive oder technische Lösung. Typische Maßnahmen sind Betriebsanleitungen, Warnhinweise, Piktogramme an der Maschine und verbindliche Unterweisungen des Personals.
Für Hersteller zählt auch hier die Dokumentation. Restrisiken müssen klar beschrieben, verständlich platziert und über gelenkte Dokumente aktuell gehalten werden. Eine feste Verfahrensanweisung im QM-Handbuch hält Betriebsanleitungen, Warnhinweise und Schulungsunterlagen bei Änderungen konsistent.
Die ISO 12100 ist ein technischer Leitfaden für sichere Maschinenentwicklung und reduziert dadurch teure Nacharbeiten, Haftungsrisiken und Unsicherheiten in der technischen Dokumentation. Gleichzeitig erleichtert die internationale Harmonisierung den Marktzugang und stärkt das Vertrauen von Kunden in die Produktsicherheit.
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Wir sind das Team hinter CSM Consulting

Carsten Scheidig
Geschäftsführer & Senior Consultant
Carsten Scheidig ist Gründer und Geschäftsführer der CSM Consulting. Er absolvierte sein Studium zum Diplom-Wirtschaftspädagogen und Master of Business Administration an Universitäten in München und Konstanz. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Berater, Auditor und Trainer für Managementsysteme. Als Lead Trainer der TÜV Süd Akademie führt Carsten Scheidig QM Fachkräfte- und Auditorenseminare durch. Er ist Lead Auditor für die BMW Group und akkreditierter Zertifizierungsauditor für 9001 und 14001.
#Ideengeber
#ZertifizierungNaUnd
„Zertifizierungen sind kein Hexenwerk. Ich spreche ISO – bin Normenmensch, aber kein Paragraphenreiter. Praxisorientiert, effizient und mit Leidenschaft für Beratung und Schulung. Familie, Freunde, Sport und mein Garten sorgen für den Ausgleich.“
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Sebastian Jürgel
Senior Consultant
Sebastian Jürgel absolvierte an der Universität der Bundeswehr sein Studium in Bildungsmanagement und Organisationsentwicklung und hat an der Allensbach Hochschule seinen MBA (GM) abgeschlossen. Er verfügt über langjährige Erfahrungen als Leiter für Qualitäts- und Umweltmanagement im Sondermaschinenbau und der Automobilzulieferindustrie sowie bei der Umsetzung von Zertifizierungen im internationalen Umfeld.
#problemlöser
#funktionierenmusses
„CSM ist nicht 9-to-5. CSM ist für den Kunden optimale Ergebnisse zu erzielen. Und nach der Arbeit? Geht es steil bergab, aber nur mit dem Bike auf dem nächsten Trail und mit ausreichend Airtime.“
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Nicole Scheidig
Senior Consultant
Nicole Scheidig ist Auditorin für Qualitätsmanagementsysteme, Food Safety und Datenschutzauditorin nach den Anforderungen der DSGVO. Durch ihre Arbeit als Trainerin und Beraterin für Implantologie und langjährige Führungskraft im medizinischen Bereich der Bundeswehr verfügt Sie über umfangreiche Erfahrung in der Medizinbranche.
„Qualität bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit klaren Prozessen nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Das macht mir Freude – dafür stehe ich.“
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Antje Grimmer
Senior Consultant
Antje Grimmer hat ihre akademischen Abschlüsse in Personalmanagement und Business Administration an verschiedenen Hochschulen erlangt. Ihr Schwerpunkt liegt im Aufbau und der Weiterentwicklung von Managementsystemen für Qualität, Energie und Nachhaltigkeit.
#StructureWithHeart
„Ich liebe es, Struktur mit Empathie zu verbinden – so entstehen Lösungen, die wirklich zu unseren Kunden passen. Privat tanke ich Energie bei Familie, Freunden und Zumba.“
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Tobias Fischer
Senior Consultant
Tobias Fischer verfügt als technisch versierter Qualitätsingenieur und FMEA-Experte über umfangreiche Erfahrungen in komplexen Entwicklungsprojekten im internationalen Bereich. Sein Schwerpunkt ist die Unterstützung bei der Anwendung der Automotive Core Tools sowie die Durchführung von Audits.
#ILoveFMEAandFriends
“Mit Dynamik, Verstand und Leidenschaft für Qualität entwickle ich praxisnahe und maßgeschneiderte Lösungen, die Organisationen nachhaltig erfolgreicher und effizienter machen.”
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