Auditplan

Auditplan: Definition, Ziele & Unterschiede

Auditplan: Ein Auditplan ist eine strategische Roadmap im Qualitätsmanagement, welche die Schritte und Maßnahmen für ein Audit gemäß Vorschriften wie beispielsweise ISO 9001 festlegt. Er stellt sicher, dass die Prüfungen systematisch und effizient durchgeführt werden, um die Einhaltung der festgelegten Normen und Standards zu gewährleisten.

Auditplan – Auf einen Blick

Was ist ein Auditplan?

Ein Auditplan legt die geplanten Schritte und Maßnahmen zur Durchführung eines Audits fest, um die Einhaltung von Standards und spezifischen Normen wie ISO 9001 sicherzustellen.

Warum ist ein Auditplan wichtig?

Ein gut durchdachter Auditplan ist entscheidend für die Sicherstellung der Qualitätsstandards, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.

Welche Ziele verfolgt ein Auditplan?

Der Auditplan definiert klare, spezifische und messbare Ziele, um die Qualität und Effizienz der Unternehmensprozesse zu verbessern.

Wie wird ein Auditplan erstellt?

Ein Auditplan umfasst die Definition der Ziele, den Umfang, die zu prüfenden Bereiche, die Auditmethoden, den Zeitplan und die Verantwortlichkeiten.

Welche Vorteile bietet ein Auditplan?

Ein effektiver Auditplan erhöht die Transparenz, minimiert Risiken, unterstützt die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und fördert kontinuierliche Verbesserungen im Unternehmen.

Auditplan: Definition

berücksichtigt dabei alle relevanten Auditkriterien. Er dient als strategische Roadmap, die sicherstellt, dass das Audit gemäß den festgelegten Standards, Vorschriften und Anforderungen, wie beispielsweise nach ISO 9001, durchgeführt wird.

Der Auditplan definiert die Ziele, den Umfang und die Methoden des Prüfverfahrens und gewährleistet so eine systematische und konsistente Prüfung der Unternehmensprozesse und -systeme, wobei die Verwendung standardisierter Methoden sichergestellt wird.

Ein gut ausgearbeiteter Auditplan bietet zudem eine klare Anleitung für den Auditor, definiert den Prüfungsumfang, das Auditziel, den Zeitplan, die zu prüfenden Bereiche sowie die Auditmethoden und -techniken.

Dabei müssen die Funktionen der verschiedenen Prozesse klar berücksichtigt werden. Dadurch wird ein strukturiertes und effizientes Auditverfahren sichergestellt, das zur Verbesserung der Qualität, Effizienz und Compliance innerhalb der Organisation beiträgt.

Relevanz eines Auditplans

Ein Auditplan bildet die Grundlage für die systematische Überprüfung und Bewertung von Prozessen (Prozessaudit), Produkten (Produktaudit) und Systemen (Systemaudit) innerhalb eines Unternehmens. In der Regel wird der Plan der auditierten Einheit im Vorfeld zur Verfügung gestellt. Er gewährleistet die Einhaltung von Qualitätsstandards und trägt maßgeblich zur Verbesserung der Effizienz, Glaubwürdigkeit und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens bei.

Auditplan: Die Ziele im Überblick

Ein klar definierter Auditplan verfolgt mehrere wesentliche Ziele, die alle darauf abzielen, die Gesamtleistung und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu verbessern.

Anhand der folgenden Punkte erläutern wir die wichtigsten Aspekte und die damit verbundenen Vorteile eines Auditplans:

  • Sicherstellung der Normkonformität: Der Auditplan hilft dabei, die Einhaltung der ISO 9001 Standards sowie anderer relevanter Vorschriften und Richtlinien zu gewährleisten.

  • Identifikation von Verbesserungsmöglichkeiten: Durch die systematische Prüfung der Prozesse und Systeme können ineffiziente Abläufe identifiziert und optimiert werden, was die Verfügbarkeit und Nutzung von Ressourcen verbessert.

  • Risikomanagement: Ein gut strukturierter Auditplan ermöglicht es, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Risikominderung zu ergreifen.

  • Förderung der Transparenz: Der Auditprozess schafft Klarheit über die Abläufe innerhalb des Unternehmens und stärkt das Vertrauen der Stakeholder.

  • Unterstützung der kontinuierlichen Verbesserung: Die Auditergebnisse liefern wertvolle Einblicke, die zur kontinuierlichen Optimierung der Unternehmensprozesse beitragen.

Auditziele passend definieren

Die Definition der Auditziele steht an oberster Stelle. Im Voraus klar definierte Ziele sorgen dafür, dass das Audit gezielt und in den relevanten Bereichen durchgeführt wird.

Für eine strategische Zielsetzung empfehlen sich die sogenannten SMART-Ziele:

  • Spezifisch und messbar: Die Ziele sollten spezifisch und messbar sein, um klare Kriterien für die Bewertung der Ergebnisse zu haben.

  • Erreichbar und relevant: Die Auditziele sollten realistisch und für das Unternehmen relevant sein. Sie sollten sich auf Bereiche konzentrieren, die signifikante Auswirkungen auf die Gesamtleistung und Qualität haben.

  • Zeitgebunden: Setzen Sie klare Zeitrahmen für die Erreichung der Auditziele. Dies hilft dabei, den Fortschritt zu verfolgen und sicherzustellen, dass die Audits innerhalb eines festgelegten Zeitraums abgeschlossen werden.

Tipp: Passen Sie Ihr Auditziel an den Reifegrad Ihres Managementsystems an.

In einem neuen oder kürzlich implementierten QM-System sollten zunächst grundlegende Systemaudits im Vordergrund stehen.

Für ein fortgeschritteneres Managementsystem rückt der Fokus stärker auf die kontinuierliche Verbesserung und die Optimierung der Prozessleistung und Verfügbarkeit.

Auditplan erstellen: Schritt-für-Schritt

Ein effektiver Auditplan ist essenziell für die erfolgreiche Durchführung eines Audits. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen Auditplan in acht Schritten erstellen können:

  1. Definition der Auditziele: Zunächst müssen die spezifischen Ziele des Audits klar definiert werden. Diese Ziele sollten auf die Verbesserung der Qualität und Effizienz der Unternehmensprozesse abzielen und die Einhaltung von Standards und Normen (z.B. ISO 9001 oder ISO 19011) sicherstellen.

  2. Festlegung des Auditumfangs: Der Umfang des Audits muss festgelegt werden, dies beinhaltet auch den räumlichen, zeitlichen und funktionalen Bereich, der während des Audits geprüft werden soll.

  3. Identifikation der zu prüfenden Bereiche: Bestimmen Sie die spezifischen Abteilungen, Prozesse und Systeme, die im Rahmen des Audits geprüft werden sollen. Somit wird sichergestellt, dass auch wirklich alle wichtigen Bereiche abgedeckt sind.

  4. Auswahl der Auditmethoden und -techniken: Wählen Sie die geeigneten Methoden und Techniken für die Durchführung des Audits aus. Dazu zählen unter anderem Dokumentenprüfungen, Interviews, Beobachtungen und Stichproben.

  5. Erstellung eines detaillierten Zeitplans: Ein gut strukturierter Zeitplan ist entscheidend für eine effiziente Durchführung eines Audits. Der Zeitplan sollte die Vorbereitungsphase, die Durchführungsphase und die Abschlussphase des Audits umfassen. Wichtig sind auch Pufferzeiten für unvorhergesehene Ereignisse.

  6. Festlegung der Verantwortlichkeiten: Klären Sie die Verantwortlichkeiten der beteiligten Personen und Abteilungen. Stellen Sie sicher, dass jeder weiß, welche Aufgaben und Rollen er während des Audits hat.

  7. Kommunikation und Berichterstattung: Entwickeln Sie eine klare Kommunikationsstrategie für den gesamten Auditprozess. Dies umfasst die Festlegung der Kommunikationskanäle, die Häufigkeit von Updates und die Verantwortlichkeiten für die Kommunikation. Ebenso wichtig ist die Erstellung eines detaillierten Auditberichts, der die Ergebnisse, Feststellungen und Empfehlungen klar und präzise darstellt.

  8. Entwicklung eines Maßnahmenplans: Basierend auf den Auditergebnissen sollte ein Maßnahmenplan entwickelt werden, der konkrete Schritte zur Behebung festgestellter Nichtkonformitäten und zur Verbesserung der Prozesse definiert – inklusive Verantwortlichkeiten und Fristen.

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Unterschied: Auditplan und Audittagesplan

Die Begriffe „Auditplan“ und „Audittagesplan“ werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig verwechselt. In der Regel gilt der „Auditplan“ als gängiger Ausdruck für beide Instrumente.

Jedoch haben beide Begriffe eine unterschiedliche Bedeutung:

Ein Auditplan ist ein umfassendes Dokument, das die gesamte Planung und Struktur eines Audits abdeckt. Es enthält die Ziele, den Umfang, den Zeitplan, die Methoden und die Verantwortlichkeiten für das gesamte Audit.

Ein Audittagesplan hingegen konzentriert sich auf die detaillierte Planung eines einzelnen Audittages. Er enthält spezifische Aufgaben, zeitliche Einteilungen und die zu prüfenden Bereiche für den jeweiligen Tag.

Abgrenzung: Auditplan und Auditprogramm

Obwohl sowohl der Auditplan als auch das Auditprogramm wesentliche Bestandteile des Qualitätsmanagements sind, verfolgen sie unterschiedliche Ziele und haben verschiedene Aufgaben. Der Unterschied zwischen Auditprogramm und Auditplan ist in der ISO 19011 definiert.

Das Auditprogramm gibt einen Überblick über alle geplanten Audits und stellt die strategische Ausrichtung der Auditaktivitäten sicher. Es legt die Ziele, den Umfang, die Häufigkeit und die Ressourcen für alle Auditarten fest und dient als Rahmen für die gesamte Auditplanung und den Auditablauf. Ein Auditjahresplan kann dabei als spezifischer Bestandteil des Auditprogramms fungieren.

Der Auditplan hingegen bezieht sich auf ein einzelnes Audit. Er enthält die detaillierten Schritte, Verantwortlichkeiten und Maßnahmen für die Durchführung dieses spezifischen Audits. Der Auditplan ist Bestandteil des übergeordneten Auditprogramms und unterstützt die Umsetzung der strategischen Ziele des Programms auf der Ebene einzelner Audits.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist ein Auditplan?

Ein Auditplan ist ein Dokument, das die geplanten Schritte und Maßnahmen für die Durchführung eines Audits festlegt. Es dient als Leitfaden für Auditoren und stellt sicher, dass das Audit gemäß den relevanten Standards und Anforderungen durchgeführt wird.

Ein Auditplan ist wichtig, um eine systematische und effektive Durchführung des Audits zu gewährleisten. Er hilft dabei, den Prüfungsumfang, die Ziele und die Methoden klar zu definieren, um sicherzustellen, dass alle relevanten Aspekte des Prozesses oder Systems berücksichtigt werden.

Ein Auditplan enthält den Prüfungsumfang, die Ziele des Audits, den Zeitrahmen, die zu prüfenden Bereiche, die verwendeten Auditmethoden und Techniken sowie die Verantwortlichkeiten. Diese Elemente gewährleisten, dass das Audit umfassend und zielgerichtet durchgeführt wird.

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Carsten Scheidig ist Gründer und Geschäftsführer der CSM Consulting. 
Er absolvierte sein Studium zum Diplom-Wirtschaftspädagogen und Master of Business Administration an Universitäten in München und Konstanz. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Berater, Auditor und Trainer für Managementsysteme. Als Lead Trainer der TÜV Süd Akademie führt Carsten Scheidig QM Fachkräfte- und Auditorenseminare durch. Er ist Lead Auditor für die BMW Group und akkreditierter Zertifizierungsauditor für 9001 und 14001.

#Ideengeber
#ZertifizierungNaUnd 

„Zertifizierungen sind kein Hexenwerk. Ich spreche ISO – bin Normenmensch, aber kein Paragraphenreiter. Praxisorientiert, effizient und mit Leidenschaft für Beratung und Schulung. Familie, Freunde, Sport und mein Garten sorgen für den Ausgleich.“ 

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Sebastian Jürgel absolvierte an der Universität der Bundeswehr sein Studium in Bildungsmanagement und Organisationsentwicklung und hat an der Allensbach Hochschule seinen MBA (GM) abgeschlossen. Er verfügt über langjährige Erfahrungen als Leiter für Qualitäts- und Umweltmanagement im Sondermaschinenbau und der Automobilzulieferindustrie sowie bei der Umsetzung von Zertifizierungen im internationalen Umfeld.

#problemlöser
#funktionierenmusses

„CSM ist nicht 9-to-5. CSM ist für den Kunden optimale Ergebnisse zu erzielen. Und nach der Arbeit? Geht es steil bergab, aber nur mit dem Bike auf dem nächsten Trail und mit ausreichend Airtime.“

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Nicole Scheidig ist Auditorin für Qualitätsmanagementsysteme, Food Safety und Datenschutzauditorin nach den Anforderungen der DSGVO. Durch ihre Arbeit als Trainerin und Beraterin für Implantologie und langjährige Führungskraft im medizinischen Bereich der Bundeswehr verfügt Sie über umfangreiche Erfahrung in der Medizinbranche.

„Qualität bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit klaren Prozessen nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Das macht mir Freude – dafür stehe ich.“

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Antje Grimmer hat ihre akademischen Abschlüsse in Personalmanagement und Business Administration an verschiedenen Hochschulen erlangt. Ihr Schwerpunkt liegt im Aufbau und der Weiterentwicklung von Managementsystemen für Qualität, Energie und Nachhaltigkeit.

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„Ich liebe es, Struktur mit Empathie zu verbinden – so entstehen Lösungen, die wirklich zu unseren Kunden passen. Privat tanke ich Energie bei Familie, Freunden und Zumba.“

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Tobias Fischer verfügt als technisch versierter Qualitätsingenieur und FMEA-Experte über umfangreiche Erfahrungen in komplexen Entwicklungsprojekten im internationalen Bereich. Sein Schwerpunkt ist die Unterstützung bei der Anwendung der Automotive Core Tools sowie die Durchführung von Audits.

#ILoveFMEAandFriends

“Mit Dynamik, Verstand und Leidenschaft für Qualität entwickle ich praxisnahe und maßgeschneiderte Lösungen, die Organisationen nachhaltig erfolgreicher und effizienter machen.”

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